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Bauchdeckenstraffung beim Mann nach Gewichtsverlust

9. Oktober 20263 Min. LesezeitKörper

Bauchdeckenstraffung beim Mann nach Gewichtsverlust
Kurz beantwortet

Eine Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) entfernt überschüssige Haut und Fettgewebe am Unterbauch und kann eine auseinandergewichene Bauchmuskulatur (Rektusdiastase) straffen. Sinnvoll ist sie, wenn das Gewicht seit mehreren Monaten stabil ist. Es bleibt eine Narbe im Unterbauch, meist so gelegt, dass die Unterhose sie verdeckt. Körperlich schwere Arbeit ist erst nach mehreren Wochen wieder möglich.

Wer viel Gewicht verloren hat, durch Sport, Ernährungsumstellung oder eine Magenverkleinerung, hat Großes geleistet. Oft bleibt aber Haut übrig, die sich nicht mehr zurückbildet. Am Bauch kann das zu Hautfalten, Reibung und Hautreizungen führen, und viele Männer fühlen sich trotz Erfolg unwohl.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Wichtig ist ein stabiles Gewicht über mehrere Monate. Nach einer bariatrischen Operation raten Ärzte meist, ein bis zwei Jahre abzuwarten, bis sich das Gewicht eingependelt hat. Wer noch weiter abnehmen möchte, sollte das vor der Straffung tun, sonst kann erneut Haut überschüssig werden.

Wie läuft die Operation ab?

Die Operation erfolgt in Vollnarkose. Der Chirurg entfernt über einen Schnitt im Unterbauch die überschüssige Haut und das darunterliegende Fett, strafft bei Bedarf die Bauchmuskulatur und versetzt den Bauchnabel. Häufig wird zusätzlich an den Flanken abgesaugt, um einen harmonischen Übergang zu erreichen. Bei ausgeprägtem Hautüberschuss rundum kommt eine zirkuläre Straffung in Frage. Der stationäre Aufenthalt beträgt meist einige Nächte.

Narbe, Heilung und Arbeit

  • Narbe: verläuft im Unterbauch, oft von Hüftknochen zu Hüftknochen, und verblasst über Monate
  • Kompression: Bauchgurt oder Mieder für mehrere Wochen
  • Haltung: in den ersten Tagen leicht gebeugt gehen, um die Naht zu entlasten
  • Arbeit: Büro oft nach zwei bis drei Wochen, körperlich schwere Arbeit erst nach sechs bis acht Wochen

Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

In Einzelfällen übernehmen gesetzliche Kassen eine Straffung, wenn erhebliche Beschwerden wie wiederkehrende Entzündungen nachgewiesen sind. Das setzt einen Antrag und eine Genehmigung vor der Operation voraus. Bei einer Operation im Ausland ist eine Übernahme selten. Eine Folgekostenversicherung kann Sie gegen Kosten bei Komplikationen absichern.

Risiken

Zu den möglichen Komplikationen zählen Serome, Wundheilungsstörungen, Infektionen, Thrombosen und auffällige Narben. Rauchen erhöht das Risiko für Wundheilungsstörungen deutlich. Ein Rauchstopp mehrere Wochen vor und nach der OP ist deshalb sehr wichtig.

Häufige Fragen

Wie groß ist die Narbe?

Sie verläuft meist quer im Unterbauch und kann je nach Hautüberschuss lang sein. Sie wird so gelegt, dass Unterwäsche oder Badehose sie in der Regel verdecken.

Kann ich gleichzeitig eine Gynäkomastie behandeln lassen?

Eingriffe lassen sich teilweise kombinieren. Ob das sinnvoll ist, entscheidet der Chirurg anhand von Befund und Gesundheit.

Wie lange bin ich in der Klinik?

Meist einige Nächte. Die genaue Dauer hängt vom Umfang der Operation ab.

Muss ich vorher aufhören zu rauchen?

Ja, dringend empfohlen. Rauchen erhöht das Risiko für Wundheilungsstörungen erheblich.

Allgemeine Informationen. Sie ersetzen weder die ärztliche Aufklärung noch ein persönliches Beratungsgespräch. Ergebnisse sind individuell und können nicht zugesichert werden. Stand: 9. Oktober 2026.

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